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Tafeln wie Fürst Pückler

Ein unterhaltsames Kochbuch

Von Bernd-Ingo Friedrich
Seit Oktober 2010 im Handel


Es ist in der Tat ein unterhaltsames Buch [...]
Auch finde ich, daß das Büchlein besonders hübsch und stilvoll gestaltet ist [...]
Anna Augstein, Hamburg


Streiflicher aus der Entstehungsgeschichte des „Kochbuchs“

„So höchstpersönlich die Leistung ist und so unbedingt alles auf die Persönlichkeit ankommt [...] ist gerade der vollkommenste Verleger immer nur Diener, muß er bereit sein, hinter seinem Werk zurückzutreten, in ihm aufzugehen bis zur Selbstentäußerung. Und um das Paradoxon voll zu machen: er dient zween Herren, was doch unmöglich sein soll. Seine beiden Herren aber sind in Wahrheit alle jenen schöpferischen Kräfte, die etwas zu sagen haben und sich mitteilen wollen [...] auf der anderen Seite die unzähligen, die nach solcher Mitteilung dürsten [...]“ Aus der Festschrift: Friedr. Vieweg & Sohn in 150 Jahren deutscher Geistesgeschichte. 1786-1936. Braunschweig: Friedr. Vieweg & Sohn 1936; S. 233f.

Seit 1936 sind viele Hochwasser durch die Neiße gestrudelt. Der deutsche Verleger hält zäh an seinen Idealen fest, doch er ist zum hilflosen Spielball eines grausamen Schicksals geworden. Ein Computer und ein Telefon, dazu ein winziges Büro, sind meist alles, worüber er verfügen kann, denn Geld, das Lebenselixier, findet bei ihm keine Heimstatt mehr. Behörden und habgierige Schriftsteller(-innen) machen ihm das Leben sauer. Die pure Not zwingt ihn, tagtäglich Termine zu verschieben, Verträge und sein Wort zu brechen und in Albträumen, die ihm sein unerbittliches Gewissen beschert, die Mächte des Himmels und der Hölle um Vergebung dafür anzuflehen. Das ist schlimm, doch leider nicht zu ändern, denn die Verhältnisse, sie sind halt so. Und so wird wohl – leider, leider – auch bis zum Erscheinen des Fürst-Pückler-Kochbuchs das Neißewasser noch einige Flußkiesel rund spülen ...


fuerst pueckler kochbuch umschlag

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Immerhin gibt es inzwischen – zwei Jahre und neun Monate nach der erstmaligen Verschickung des Manuskripts – eine fix und fertig durchkorrigierte und -gestaltete PDF-Version, einen vielversprechenden Umschlagentwurf sowie einen sehr schönen, dem Vorwort entlehnten Klappentext:

„Bernd-Ingo Friedrichs unterhaltsames Kochbuch ‚Tafeln wie Fürst Pückler’ möchte den Leser in das interessante, für die Entwicklung von Naturwissenschaften, Technik, Gastronomie und Gastrosophie so wichtige 19. Jahrhundert, das Jahrhundert Pücklers entführen. Dazu verfügt es mit dem Fürsten Pückler über einen außerordentlich interessanten Führer, dessen Lebenslauf einer Sinfonie von Brucknerschem Format ähnelte: Dissonanter Kindheit und Jugend folgten stürmische Schaffensjahre, großartige Bilder aus dem Orient schlossen sich an, und im Alter findet man den Fürsten abgeklärt und „fast schon ein bißchen weise“, philosophierend, resümierend, schließlich resignierend. Aus einem reichen Fundus an Zeitdokumenten, Selbstzeugnissen in Form von Tagebüchern, Briefen und Büchern des Fürsten sowie seinen Tafelbüchern hat Bernd-Ingo Friedrich eine Fülle zum Thema passender Details ausgewählt und zu einem Bild collagiert, oder, um in der Sprache des Sujets zu bleiben: Er hat daraus ein Ragout bereitet, gespickt mit vielen Neuigkeiten, gesalzen mit Zitaten, ordentlich gewürzt mit Sprüchen und garniert mit einigen Vignetten, das den Leser mit einer aufregenden Zeit und den Grundlagen ihrer sowie der heutigen Küche, besser: Kochkunst, bekannt macht. Dabei orientierte er sich an dem hohen Anspruch, an dem der Fürst Pückler sein Tun so konsequent zu messen pflegte, daß er bei der Anlage seiner Parkanlagen auch hohe Kosten nicht scheute, um seinem Ideal gerecht zu werden. Herausgekommen ist ‚ein kulturhistorisch-philologisch-gastrosophischer Volltreffer ... ganz toll komponiert und von stupender Quellenkenntnis.’ (Ernst-Jürgen Dreyer, Neuss.)“

Weißwasser, den 1. Juni 2010


Aus Verlagszuschriften 2007 und 2008

Nichts, was man – für die Veröffentlichung, aber auch sonst – arbeitet,
sollte man mit Bewußtsein weniger gut machen, als man es irgend machen kann.
Marcus Behmer (1879-1958)

Das nun vorliegende Buch wurde von mehreren namhaften Verlegern und Literaturagenten vor allem mit der Begründung abgelehnt, es wäre zu gut (!) geschrieben. Derart geadelt, erscheint es als reine Textversion; als „intelligent version on demand“ für Leser, die ihre Bildung noch nicht aufgegeben haben.

... eine wahre Fundgrube für historisch wie kulinarisch Interessierte! Wir haben es mit Interesse gelesen und waren beeindruckt von Stil und Diktion, was die Lektüre zu einer besonderen Freude macht ... Aus diesem Manuskript müsste ein hochwertiges, möglichst vierfarbig illustriertes, großformatiges Geschenkbuch werden ... Wir sind davon überzeugt, daß dieses Manuskript den richtigen Verleger findet ...
Bloomsbury, Berlin

In der Tat ein Stoff, der in der Tradition unserer bald schon zwei Jahrzehnte lang regelmäßig fortgeführten Reihe „Zu Gast bei ...“ steht und sehr reizvolle Details bietet. Jedoch haben sich in den letzten Jahrzehnten, und ganz besonders in den letzten fünf Jahren, der Buchmarkt und die Lesegewohnheiten, vielleicht genauer die Kaufgewohnheiten, doch sehr stark verändert, so dass wir vor über einem Jahr schon, aus Anlass der Veröffentlichung von „Zu Gast bei Mozart“, beschlossen haben, die kulinarisch-historischen Bildbiografien nicht weiter im Rahmen unseres Verlagsprogramms zu pflegen.
Collection Rolf Heyne, München

Wir können als frei finanzierte Projekte nur noch Titel machen, die von der Verkäuflichkeit her ein breites Publikum ansprechen, was unserer Vertriebsabteilung beim Pückler-Kochbuch aus zwei Gründen unrealistisch erscheint: Zum einen ist Pückler wohl doch nur einem kleineren, erwählteren Kreis wirklich ein Begriff (auch wenn dies sehr schade ist!), zum anderen ist Ihr Manuskript so kundig verfasst, dass es das Thema nicht unbedingt „popularisiert”. Gut für Ihren Text, schlecht für die Verkäuflichkeit ...
Christian Brandstätter, Wien


Wie ein namhafter BuchVerlag das Kochbuch-Projekt in den Sand setzte, indem seine Geschäftsleitung 2009, mitten im Jahr der allergrößten Krise, 10.000 sichere Euro Sponsorengeld in den Wind schoß, wird – unter anderem – bald in einer spannenden „Verleger-Novelle“ zu lesen sein.


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